Forum

Rückblick: Forum für den Staat von morgen, Bern, Oktober 2025

In unserer sich rasant verändernden Welt stehen Verwaltungseinrichtungen vor neuen, komplexen Herausforderungen. Viele Mitarbeitende und Führungskräfte des öffentlichen Sektors übernehmen heute Verantwortung für Veränderungen: Sie wollen die Zusammenarbeit stärken und bestehende Strukturen und Prozesse fit machen für die wachsenden Anforderungen. Doch wie können diese Veränderungen konkret angestossen und im Alltag lern- und umsetzbar gemacht werden? Das kann nur in mutigen, neuartigen Formaten erarbeitet werden.

Deshalb luden wir eine kuratierte Personengruppe aus Bund, Kantonen und Gemeinden mit Pioniercharakter aus verschiedenen Verwaltungseinheiten zu einem Treffen unkonventioneller Art ein: zum Forum für den Staat von morgen in Bern, 30. Oktober bis Samstag, 1. November 2025

Rückblick auf das Forum für den Staat von morgen in Dessau (DE) 2024

Die Einladenden

Die Empathie-Initiative begleitet seit 2020 zivilgesellschaftliche Organisationen, Verwaltungseinheiten und Parteien in effektiver Kommunikation sowie im Aufbau einer konstruktiven Feedback-, Problemlösungs- und Konfliktkultur. Unser Kollaborationspartner, das Staatslabor, unterstützt seit 2017 den Staat dabei, kollaborativer, mutiger und offener zu werden, damit dieser im digitalen Zeitalter der Gesellschaft dienen kann. Geleitet wird das Forum von Sonja Wolfensberger, Co-Gründerin der Empathie-Initiative und Noah Schöppl, Co-Initiator  von Re:Form – die Allianz für den Staat von morgen – und des Forums für den Staat von morgen in Deutschland. Auch das Staatslabor wird sich mit Impulsen am Forum beteiligen.

Das Forum

Zum ersten Mal fand in der Schweiz das Forum für den Staat von morgen statt. Die Empathie-Initiative brachte das in Deutschland erprobte Format mit Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz nach Bern. Gemeinsam mit rund 35 weiteren Eingeladenen arbeiteten wir an praktischen Fragen der Zusammenarbeit in der Verwaltung.

Das Forum begann Donnerstag, 30. Oktober 2025, um 18:00 Uhr mit einer Abendveranstaltung und schloss am Samstag, 1. November 2025, um 13:00 Uhr ab. In Subgruppen in Form von thematischen Workstreams arbeiteten wir an den unten genannten Fragestellungen und nutzten das Forum als praktische Ideenwerkstatt, um das Wissen und die Erfahrungen der Teilnehmenden für den Staat von morgen nutzbar zu machen. Ein Programmüberblick kann hier heruntergeladen werden.

Wir sind überzeugt, dass der Schlüssel für eine zukunftsfähige Verwaltung in den Menschen liegt, die sie gestalten und in den kulturellen und organisatorischen Strukturen, die sie schaffen. Darum legten wir den inhaltlichen Schwerpunkt auf gelingende Zusammenarbeit in der Verwaltung.

Workstreams

Workstream 1: Führung und Teamkultur

  • Wie entsteht ein kooperatives Miteinander, das Vertrauen schafft und umsetzungsorientierte Kollaboration fördert?
  • Wie können Zuständigkeiten klar sein und gleichzeitig Räume für gemeinsame Verantwortung entstehen?
  • Wie kann Führung so gestaltet werden, dass sie zu Orientierung, Beteiligung und Motivation beiträgt?

Workstream 2: Effektiver Informationsfluss und Abbau von Silos

  • Wie sieht eine Verwaltung aus, in der Wissen geteilt und Ideen gemeinsam weiterentwickelt werden?
  • Wie können Silos aufgebrochen und echte Kooperation über Zuständigkeitsgrenzen hinweg ermöglicht werden?
  • Wie kreieren wir einen Informationsfluss, der klare Informationen zum passenden Zeitpunkt an relevante Personen übermittelt?

Workstream 3: Empathie und konstruktive Feedbackkultur

  • Wie schaffen wir ein Arbeitsumfeld, in dem sich Menschen gesehen und ernst genommen fühlen?
  • Wie gelingt es, Rückmeldungen ehrlich, respektvoll und entwicklungsfördernd zu geben – und zu empfangen?
  • Wie stärken wir die Fähigkeit, andere Perspektiven einzunehmen und daraus gemeinsam zu lernen?

Workstream 4: Problembewältigungs- und Konfliktkultur

  • Wie unterstützen wir Teams darin, Spannungen konstruktiv anzusprechen und Lösungen gemeinsam zu gestalten?
  • Wie können Herausforderungen als Impuls für Verbesserung und Wachstum genutzt werden?
  • Wie entwickeln wir eine Konfliktkultur, in der Unterschiede als Ressource statt als Bedrohung gesehen werden?

Ort

Das Forum fand in Bern in den Räumlichkeiten des Staatslabors und des Politforums statt.

Dokumentation